Blog Sebastian Bradford – Block 1


Blog Sebastian Bradford – Block 1


Weshalb haben Sie das Modul Umweltmediation gewählt?
Als nicht sehr konfliktfreudiger Mensch, gehe ich Konflikten eher aus dem Weg – was oftmals Nachteile mit sich bringt. Durch dieses Modul erhoffe ich mir, Methoden kennenzulernen, um Konfliktsituationen besser meistern zu können, sei es als direkt Beteiligter oder als aussenstehende Person.

Inhalt und Ablauf des Moduls wurden im ersten Block vorgestellt. Entspricht dies Ihren Erwartungen? Was hätten Sie sich mehr/anders gewünscht?
Grundsätzlich entspricht die Modulplanung meinen Erwartungen. Leider schränkt die kurze Moduldauer von 7 Wochen eine vertiefte Auseinandersetzung mit den Inhalten ein, was jedoch nicht der Modul- sondern der Studiengangsplanung zuzuschreiben ist.

Notieren Sie hier ganz kurz eine Konfliktsituation, welche Sie kürzlich erlebt haben. Überlegen Sie sich, wie Sie sich dabei verhalten haben. Würden Sie wieder genauso vorgehen?
Kürzlich nahm ich an einer Klimademo teil. Als ich Fotos der Veranstaltung mit meinen besten Freunden in unserem Gruppenchat teilte, reagierte ein Freund negativ überrascht. Er meinte, dass er aufgrund dieser Demo 30 Minuten im Auto hätte warten müssen und sich dadurch ihre Umzugsbemühungen in die Länge zogen. Zudem argumentierte er, es gebe bessere Methoden, um die Klimaproblematik anzugehen. Erbost erwiderte ich meinen Unmut über seine Ansicht, da ich sein Opfer (Wartezeit im beheizten Auto) im Vergleich zu meinen (Verzicht auf Fleisch und Fliegen, Kündigung Job zugunsten Studium, Teilnahme an Demo in eiserner Kälte) und in Anbetracht der Dringlichkeit der Thematik für überschaubar hielt. In der Hitze des Gefechtes verwendete ich Kraftausdrücke, die ich in gefasster Retroperspektive unterlassen würde. Einerseits um die Harmonie unserer Beziehung nicht zu gefährden und anderseits, um meine Argumente sachlicher und folglich in kompetenter und überzeugender Manier zu vermitteln.

Kommentare

  1. Lieber Sebastian
    Zuerst - ich bin froh, dass es nun offensichtlich doch geklappt hat mit dem bloggen. Tut mir leid, wenn Du da nur schon wegen technischen Schwierigkeiten Zeit verloren hast!
    Mir ist nicht ganz klar, wie Du den Konflikt mit Deinem Kollegen ausgetragen hast - schriftlich oder mündlich? Schriftlich ist dies nämlich noch einiges anspruchsvoller....whatsapp ist ja schon in Nicht-Konflikt-Situationen nicht immer so verständlich. Generell gilt deshalb sicher - schwierige Situation lieber mündlich und lieber persönlich als am Telefon ansprechen. Das macht es meist einfacher! Bin gespannt, ob Du nach diesem Modul dann eher einen Konflikt ansprichst. Das fände ich natürlich sehr schön!
    Liebe Grüsse
    Petra

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    1. Der Konflikt hat schriftlich über Whatsapp stattgefunden. Im Verlauf des Streits einigten wir uns jedoch darauf, die Sachlage mündlich bei einem Glas Wein auszudiskutieren :)

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  2. Lieber Sebastian
    Konflikte dieser Art habe ich bereits einige Male miterlebt (wie auch in meinem Blog zu lesen). Um solche Konflikte im Rahmen zu halten und sachlich zu bleiben versuche ich stets die Vorbildfunktion "anzuwenden" statt Vorwürfe zu äussern (klappt nicht immer). Dadurch erhoffe ich mir einen positiven Effekt in meinem Umfeld zu erzielen. Wichtig ist auch, dass man sich nicht persönlich angegriffen fühlt, auch wenn es ein sehr emotionales Thema ist und man sich oft in einem Zwiespalt befindet.
    Liebe Grüsse
    Giulia

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  3. Hey Sebastian,
    interessant deine Geschichte von der Auseinandersetzung mit deinem Freund zu lesen.
    Ich kann deine Reaktion sehr nachvollziehen. Gerade in schriftlicher Form kenne ich das auch sehr gut, wenn zum Beispiel ein*e Bekannte*r etwas auf facebook postet, was mich aufregt. Ich habe das Gefühl, dass es da immer leichter ist, persönlich zu reagieren, und seinen Punkt effektiver rüberzubringen, weil man viel mehr Möglichkeiten neben der Wortwahl hat, dem/der anderen das Gefühl zu geben trotz der Meinungsverschiedenheit als Mensch akzeptiert zu werden. Aber diese Lösung habt ihr ja dann auch gewählt, wenn ihr das über nem Wein nochmal ausdiskutiert. Und ich finde, man muss auch nicht immer super diplomatisch sein. Manchmal kann es ja auch effektiv sein, wenn das Gegenüber die eigenen Gefühle zu so einem Thema zunächst "ungefiltert" mitbekommt, solange es niemand zu persönlich nimmt... :)
    Liebe Grüße, Luisa

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