Blog 3 - Gruppennoten

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Im heutigen Rollenspiel durfte ich einmal in die Rolle des Mediators/Dozent, des Thomas und einmal in die des Andres schlüpfen. Dabei war die Aufgabe des Mediators, wie schon beim letzten Mal, die klar anspruchsvollste. Aufgrund der realistischen Interpretation meiner Kommilitoninnen der fiktiven Studenten war es sehr schwierig Sie auf eine gemeinsame Lösung zu "meditieren". Sie beharrten oftmals, wie dies in einem echten Beispiel höchstwahrscheinlich auch der Fall gewesen wäre, auf ihren Standpunkten. Es hätte wohl vermehrt Fragen meinerseits benötigt, die auf die eigentlichen Interessen der Studierenden abzielten. Hierzu fehlte jedoch, neben meiner Kompetenz als Mediator, wohl auch die nötige Zeit. Den zuerst mussten mal die Anliegen und Themen der Studierenden aufgenommen und richtig verstanden werden.  

Dieses Ermitteln und Verstehen von Interessen, also nicht nur die Spitze des Eisbergs zu sehen, war auch mein "Aha"-Effekt während der Vorlesung. So hat Andre ziemlich eindrücklich illustriert, dass wir oftmals nicht die ursprünglichen Interessen wahrnehmen oder fälschlicherweise glauben sie wahrzunehmen und dabei nur an der Oberfläche zu kratzen. Dies war definitiv eine "Take-Home Message" - nicht nur für allfällige zukünftige Mediationen, sondern auch für private Konfliktsituationen. 

Kommentare

  1. Der Post spiegelt genau das wider, was während des "Rollenspiels" passiert ist und eigentlich hattest du eine der schwierigsten Rollen. Zweitens hast du gut abgeschnitten und bereits mehrere Fehler korrigiert, die vom ersten Mediator gemacht wurden. Du warst sehr konzentriert. Du hast die Themen auf das Brett geschrieben und versucht, die Interessen von Gina, Andrea und Thomas herauszustellen. An deiner Stelle weiß ich nicht, ob ich es besser hätte machen können. Bravo!

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  2. Liebe Sebastian, ja die Rolle des Mediators war sicher in allen drei Runden die schwerste. Es wurde zwar immer besser und das reflektieren dazwischen hat sicher geholfen, aber wir haben sicher immer noch Luft nach oben. ;-) Aber dafür besuchen wir ja auch dieses Fach. :-) Ich stimme dir zu, dass das Finden der Interessen ein Knackpunkt ist und sicher auch wichtig für den weiteren Verlauf der Mediation.

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  3. Lieber Sebastian, schön, dass Du zu einem Aha-ERlebnis gekommen bist!
    Für mich tönst Du hier sehr aktiv. Ich versuche mir immer wieder das Bild mit der Hängematte vor Augen zu halten....als Mediator sitzt Du entspannt in der Hängematte, fragst nach und hörst zu. Für die Lösung oder dafür, die Parteien in eine Richtung zu steuern - dafür bist Du nicht zuständig. Das ist Aufgabe der Parteien. Tönt aber einfacher als es ist....
    LG
    Petra

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  4. Lieber Sebastian
    Ich finde auch, dass es sehr schwierig ist, die Interessen der Parteien zu verstehen. Beim aufschreiben der Positionen, Themen und Interessen kamen die drei Punkte auch etwas durcheinander.
    Trotzdem bist du sehr Ruhig aufgetreten und warst nicht zu suggestiv, was meiner Meinung nach auch ein sehr schwieriger Punkt ist.
    Liebe Grüsse
    Eline

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  5. Lieber Sebastian, vielen Dank für Deinen Blog!
    Ich finde es auch eine wichtige Erkenntnis, dass die wahren Interessen nicht immer mit den anfänglich geäusserten Aussagen übereinstimmen. Manchmal bin ich mir ja noch nicht mal sicher, was meine eigenen wahren Interessen sind! Da lohnt es sich sicher immer, genauer nachzuforschen, auch bei sich selber.
    Viele Grüsse und bis Donnerstag,
    Hanna

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